„Gib genügend Menschen das, was sie sich wünschen. Dann bekommst auch du das, was du dir wünschst.“
– Zig Ziglar

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Krise verstehen – Zukunft gestalten

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Armut ist nicht nur eine Sache des Geldes. Sie hat auch zu tun mit dem, was das Wort sagt: Arm an Mut. Warum fehlt es so vielen Menschen an Mut? Wir leben in einer zutiefst entmutigenden Gesellschaft. Das beginnt schon in der Schule, wo uns unsere Fehler angekreidet werden – statt daß unsere Stärken herausgestellt werden. Und es endet bei Errungenschaften wie dem Sozialstaat: Gut, daß es ihn gibt – aber er vermittelt wie jede Hilfe leider auch die entmutigende Botschaft: Du schaffst es nicht aus eigener Kraft.
 

Zweischneidige Hilfe

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß die meisten Menschen auf der Rolltreppe stehenbleiben? Die Rolltreppe nimmt uns das Selbergehen ab – also hören wir auf zu gehen. Nur wenige Menschen laufen auf der Rolltreppe selber weiter. Sie kommen schneller voran: Die eigene Kraft bringt zusamemn mit der äußeren Hilfe einen verstärkten Effekt.

Auch andere Hilfsangebote – staatliche oder gewerkschaftliche Unterstützung – bergen diese Gefahr: Menschen verlassen sich auf die Hilfe – und setzen nicht mehr ihre eigenen Kräfte ein. Sie werden abhängig von der Hilfe. Die Entwicklungshilfe westlicher Länder hat in früheren Jahrzehnten die Menschen in armen Ländern auf dramatische Weise passiv und abhängig gemacht. Hilfe, die Armut beseitigen sollte, verstärkte die Armut.

Wie gesagt: Es ist gut, daß es diese Hilfen gibt. Reichmut.net wendet sich nicht dagegen. Wir fragen: Wie können Menschen, die Hilfe benötigen und in Anspruch nehmen, davor bewahrt werden, von der Hilfe abhängig zu werden? Wie können hilfsbedürftige oder entmutigte Menschen ermutigt und mobilisiert werden, so daß sie mehr erreichen, als es allein durch die Hilfeleistung möglich wäre?

Konkret zum Beispiel: Was benötigen Hartz-IV-Empfänger über die finanzielle Zuwendung hinaus, um sich in Eigeninitiative aus der Armutsfalle zu befreien? Die staatliche Hilfe übt zwar Druck aus, bremst aber zugleich Eigeninitiative, indem sie das Selbsterarbeitete gleich wieder wegnimmt. Was ist nötig, und wer kann es tun?


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Menschen Mut machen

Wann haben Sie das letzte Mal gesagt: „Ich verändere die Welt!“ Das ist der Werbeslogan der Kindernothilfe. Er kann auf zweierlei Weise gedeutet werden. Sie können mit einer Spende die Welt verändern. Aber es sind auch die Kinder, die bereit sind für den Aufbruch: „Ich verändere die Welt!“

Kindernothilfe: Werbeplakat

Diese Deutung ist nicht weit hergeholt. Haben Sie schon mal von der Grameen Bank gehört? Ihr Gründer, Muhammad Yunus bekam 2006 den Friedensnobelpreis für sein Konzept der Mikrokredite. In den armen Ländern gibt es Menschen, die wollen etwas tun, um ihre Lage zu ändern. Sie haben Ideen, wie sie Geld verdienen könnten. Doch es fehlt ihne an Investitionsmöglichkeiten für Werkzeug, eine Nähmaschine oder dergleichen.

Die Grameen Bank gibt diesen Leuten Mikro-Kredite von 100 oder 150 Euro – ohne Sicherheiten. Es sind keine Almosen, denn die Kreditnehmer müssen Zinsen zahlen und die Kredite zurückzahlen. Doch sie können damit etwas tun, aus ihrer Not ausbrechen. Die Rückzahlquote liegt bei erstaunlichen 97 Prozent. Das Geld bleibt im Land und kann erneut als Kredit vergeben werden. Eine Spende hilft vielfach, die Armut wird wirksam bekämpft.

Diese Leute haben den Mut, die Welt zu verändern. Was ihnen fehlt, ist Geld. Die Grameen Bank leiht es ihnen. Und sie verändern die Welt – oder zumindest ihr eigenes Leben und das ihrer Familie. Wo sind in unserem Land die Leute, die die Welt verändern wollen? Die bereit sind, selber anzupacken, statt zu warten, bis ihnen jemand Almosen gibt. Reichmut.net will solche Menschen finden und sie ermutigen, loszugehen.

www.oid.org

Wenn Sie auch für Mikrokredite spenden möchten, dann können Sie das über Opportunity International Deutschland (OID) tun. Die Organisation arbeitet nach dem Prinzip der Grameen Bank, und ihr Schirmherr ist Muhammad Yunus. – A propos spenden: Auch wenn es unlogisch klingt – der erste Schritt zum Reichtum ist Geben.


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Ideen und Mitsteiter gesucht

Diese Seite ist bisher nur ein kleiner Anfang. Sie ist der erste, noch unvollkommene Wurf. Unser Wunsch ist, daß ReichMut.net ein großes Ermutiger-Netzwerk wird, das viele Menschen ermutigt und in Bewegung bringt. Es gilt das Leben einzelner Menschen zu verändern und reicher zu machen – im übertragenen wie im wörtlichen Sinn. Damit wird sich unsere Gesellschaft verändern. Und damit schließlich die Welt.

Wie geht es weiter? Was können wir tun? Haben Sie Ideen? Möchten Sie etwas beitragen? Bitte mailen Sie Ihre Ideen oder Beiträge an info@klaarkimming.org. Vielen Dank!

Interessante Hintergrundinformationen zu den Themen Ermutigung, Entmutigung und – zwangsläufig dazugehörig – Verwöhnung finden Sie auf KlaarKimming.org.


Der Initiator

Reimar Lüngen, Jahrgang 1961, aufgewachsen in Berlin (Ost), nach der Wende Umzug nach Hamburg. Beruflich bis Mitte 2009 tätig in der Datenverarbeitung. Daneben in Eigeninitiative Weiterbildung zum Coach. Diplomarbeit zum Thema Berufung. Seit 2006 nebenberuflich, seit Mitte 2009 selbständig tätig als Berufungscoach: Menschen entdecken ihre Berufung und treten in sie ein – und beginnen erst damit wirklich zu leben.

Der Schritt als dem alten Leben in die nun neu entdeckte Berufung fordert ihnen viel Mut und Kühnheit ab. Es gilt etwas zu tun, das sie nie vorher getan haben. Das zu erobernde Neuland ist ihnen noch unbekannt. Sie benötigen viel Ermutigung und Unterstützung. Die gibt ihnen ein Berufungscoach auf professionelle Weise.

Aber wie ist es mit den vielen Menschen da draußen, die sich keinen professionellen Coach leisten können? Wie können sie ermutigt werden? Reichmut.net will Wege finden, Ermutigung inmitten einer entmutigenden Gesellschaft allen Menschen zugänglich zu machen – gerade denen in Armut, die arm an Mut sind.


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